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Von September 2015 bis August 2018 hat die TU Wien gemeinsam mit sechs Partnern in fünf Ländern eine strategische Partnerschaft im Bereich der Schulbildung umgesetzt. Dieses Erasmus + – Projekt befasste sich mit der Verhinderung von Schulabbruch, der Entwicklung von Grund- und transversalen Kompetenzen und der Verbesserung der digitalen Bildung im Kontext der Arbeit mit Minderheiten, hauptsächlich Roma. Bildungsnachteile und Ausgrenzung führen zu mangelnder Eingliederung in den Arbeitsmarkt und Ausgrenzung aus der Gesellschaft im Allgemeinen, was ein Teufelskreis in Gemeinschaften von Minderheiten ist, den dieses Projekt durchbrechen möchte.

An drei Standorten in der Slowakei, in Rumänien und im Kosovo wurde ein innovativer Bildungsansatz umgesetzt, um die Herausforderung mit mehr als 100 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen anzugehen. Lehrer*innen und Jugendarbeiter*innen verwendeten in ihren Nachschul- und Jugendprogrammen speziell gestaltete Lernmaterialien, um Schüler*innen und Jugendliche in ihren eigenen Lernprozess einzubeziehen. Der gewählte MINIMAX-Ansatz (mit dem Ziel eines minimalen Eingriffs von Lehrer*innenseite und einer maximalen Autonomie der Lernenden) wurde ursprünglich vom SOLE-Ansatz (Self-Organized Learning Environments) inspiriert, sowie von der konstruktivistischen Lerntheorie. Bei SOLE handelt es sich um eine allgemein anerkannten alternativen Lernmethode, die einen individuellen Lernprozess entsprechend den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Bedürfnissen eines/ Schülers*in unterstützt.

Das Projekt begann mit einer Bedarfsanalyse, um das Unterrichtsmaterial auf die lokalen Kontexte und Bedürfnisse abzustimmen. Mentor*innen und Jugendarbeiter*innen hatten die Möglichkeit, die entsprechend entwickelten Werkzeuge und Materialien im Rahmen von Spezialtrainings zu erleben und diese anschließend bei den Zielgruppen umzusetzen und zu evaluieren. Das Team beobachtete Veränderungen in Bezug auf Lernunterschiede, Schulbesuch, Schulabbruch, Karrieremöglichkeiten und den Ausbau von transversalen sowie digitale Kompetenzen. Auf der Grundlage der Evaluierung wurden Werkzeuge und Materialien verbessert und erneut Lehrer*innen und Jugendarbeiter*innen geschult. Nach den drei Jahren setzen die mit den Zielgruppen zusammenarbeitenden Partner ihre Implementierung der Methoden, Werkzeuge und Materialien direkt fort.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://brainsintheclouds.eu/

Auf dieser Seite finden Sie auch die Lernmaterialien, die während „Head in the Clouds“ erstellt wurden.